China / Buddhismus 淨土宗

China / Buddhismus 淨土宗

Einführung des chinesischen Buddhismus

Der Ehrenname Buddha bedeutet „Erleuchteter”.

In der buddhistischen Lehre, ist jedes fühlende Wesen ein Buddha -- ein “unerleuchteter” Buddha. Jedes fühlende Wesen hat gleich Buddha-Essenz(佛性). Diese ursprüngliche Essenz ist immer rein, wird aber verschleiert, wenn ein Individuum negativ handelt und so negatives Karma(業)ansammelt, welches verhindert, dass er oder sie Buddha-Essenz erkennt. Solche Individuen werden fühlende Wesen genannt, wohingegen solche, die die Buddha-Natur erkannt haben, erleuchtete Wesen genannt werden. Dieses Erkennen ist der einzige Unterschied zwischen fühlenden und erleuchteten Wesen. Die Buddhistische Lehre führt uns dazu, sich von Karma (業)zu befreien und eigene Buddha-Natur zu erkennen.

Der chinesische Buddhismus hat seinen Ursprung im alten Indien. Der genaue Zeitpunkt, an dem der Buddhismus in China eingeführt wurde, ist schwer zu bestimmen. Nach historischen Aufzeichnungen beauftragte Kaiser Ming Di (汉明帝)der Östlichen Han-Dynastie(东汉) (25 - 220 u.Z.) im Jahre 64 einige Gelehrte in die westlichen Regionen zu ziehen, um dort die buddhistischen Doktrinen zu studieren. Drei Jahre später kamen die Abgesandten mit zwei indischen Mönchen in die damalige Hauptstadt Luoyang(洛阳) zurück. Sie brachten zahlreiche Sutras und viele Buddhabilder mit. Auf Befehl von Kaiser Ming Di wurde der Baima-Tempel(白马寺) errichtet, in dem die Mönche untergebracht wurden. Diese begannen dort sofort, die mitgebrachten Sutras ins Chinesische zu übersetzen. Der Baima-Tempel war der erste buddhistische Tempel Chinas. Er hat sich bis heute erhalten.

Auch die Kaiser der schnell aufeinander folgenden Dynastien bekannten sich zum Buddhismus. Der kaiserliche Hof und der Adel spendeten ebenso wie das einfache Volk Geld für die Errichtung der buddhistischen Tempel und Pagoden, für das Ausmeißeln von Grotten und für die Anfertigung zahlreicher Buddhastatuen und -bilder. Immer mehr Männer und Frauen gingen in die Klöster.

Der Buddhismus in China wurde von Anfang an vom Konfuzianismus und Taoismus beeinflusst und nahm zum Teil deren Züge an. Konfuzianismus, Taoismus und Buddhismus verschmolzen immer enger miteinander, so dass man diese als "drei Religionen innerhalb einer höheren Einheit" betrachtete. Zugleich haben buddhistische Gedanken die Psyche der Chinesen geprägt, beeinflussten die traditionelle Moral, die Sitten und Gebräuche und insbesondere auch die Literatur und die Philosophie in China. Zum Beispiel haben viele Wörter der chinesischen Alltagssprache buddhistische Wurzeln.

In der Sui- und Tang-Dynastie (隋唐)(581-907) lag die Blütezeit des Buddhismus, der sich immer mehr und wie selbstverständlich mit der traditionellen chinesischen Kultur verband. Die meisten Herrscher der Sui- und Tang-Dynastie schützten und förderten den Buddhismus. Die Angehörigen aller Schichten der Bevölkerung empfanden den Buddhismus als originären Bestand ihrer Kultur. Der Staat übernahm die Verantwortung für Sutraübersetzung(譯經), bei der eine Reihe berühmter Mönche und buddhistischer Gelehrter hervortrat. Einige Mönche gingen ins Ausland, um ihre buddhistischen Kenntnisse zu vertiefen und die Lehre weiter zu verbreiten. Der chinesische Buddhismus drang auf die koreanische Halbinsel und nach Japan vor. Nicht wenige Mönche aus diesen Ländern reisten nach China, um dort den Buddhismus zu studieren. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat gründeten sie oft buddhistische Vereinigungen.

Es entstanden zehn buddhistische Vereinigungen in China. Unter dessen erreichten die Vereinigungen des Buddhismus des Reinen Landes und der Chan-Buddhismus die weiteste Verbreitung.

Die Vereinigung des Buddhismus des Reinen Landes lehrte(净土宗):

Ihre Hauptpraxis ist die Rezitation von Buddha Amitabhas Namen, zusammen mit drei Arten der Bedingungen (三资粮). Die erste Bedingungen ist das Vertrauen(信) in das Westliche Reine Land und Buddha Amitabhas Versprechen, alle zu retten, die seinen Namen rezitieren, ebenso wie das Vertrauen in die eigene Natur, die an sich dieselbe ist wie seine. Den Namen des Buddhas zu rezitieren ist das gleiche, wie die Rezitation der reinen Natur des Geistes. Die zweite Bedingungen ist der Wunsch(愿), das Bestreben, im Reinen Land geboren zu werden, im eigenen reinen Geist, um von dort aus in der Lage zu sein, sich selbst und andere von allem Leiden zu befreien. Die dritte Bedingunge ist, zu praktizieren(行), was in diesem reinenLand Buddhismus vor allem bedeutet, daß man Buddha Amitabha im Geist behält.

Für den Chan Buddhismus(禅宗) ist die Erkennung der eigenen Buddha-Natur wichtig. Die Erkennung wird bevorzugt durch intensive Meditationspraxis angestrebt. Für den Praktizierenden hatte die Bestätigung der Echtheit und Tiefe seiner Erkenntnis durch den Meister entscheidende Bedeutung. Daher legte diese Tradition besonders großen Wert auf die Meister-Schüler-Überlieferung.

Die Eigenheiten des chinesischen Buddhismus können wie folgt zusammengefasst werden:

Der Buddhismus ist seit mehr als 2000 Jahren in China verbreitet und zu einem organischen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Chinesen geworden. Der chinesische Buddhismus passte sich den nationalen Gegebenheiten an. Außerdem sind die drei Sprachstämme des chinesischen Buddhismus - Han-Buddhismus, Tibet-Buddhismus und der Bali(Süd)-Buddhismus - solidarisch und vereinigt. Zudem hat der chinesische Buddhismus in seiner mehr als 2000 Jahre alten Entwicklung mit zahlreichen Kleinodien die chinesische Kultur und Kunst bereichert und hat dadurch eine unschätzbare Stellung eingenommen.

Der historische Abriss des chinesischen Buddhismus

Der Gründer des Buddhismus war der Buddha Sakyamuni, der vor 3000 Jahren in Nordindien aufgetaucht ist. Es wurde in der chinesischen Geschichte aufgezeichnet, dass der Buddha im 24. Jahr des Königs Zhou Zhao geboren und im 53. Jahr des Königs Zhou Mu gestorben ist.

Er wurde 79 Jahre alt. Im modernen chinesischen Buddhismus wird dieses Datum als Gedenktag für das Nirwana des Buddhas angesehen. Nach der historischen Aufzeichnung hat Buddha 49 Jahre lang den Buddhismus gelehrt. Im Jahre 67 nach Christus wurde der Buddhismus erst offiziell in China eingeführt. Über die Zeit passte sich der Buddhismus dann der chinesischen Kultur an. Je nach unterschiedlicher Einführungszeit, Region, regionaler Kultur sowie dem unterschiedlichen historischen Gegebenheiten entwickelte sich der chinesische Buddhismus zu drei großen Kategorien. Sie sind der Han-Buddhismus, der tibetische Buddhismus und der Yunnan-Buddhismus.

Der Han-Buddhismus: Der Buddhismus wurde zwischen 58 und 75 nach Christus in Han-China eingeführt. Damals wurde jemand nach dem westlichen Vorland geschickt, um die buddhistische Sutra „Si shi er Zhang“ zu holen. Die Städte Chang'an und Luoyang waren die Zentren des Buddhismus. Der erste Tempel, der in China gebaut wurde, ist der Baima-Tempel, der 10 Kilometer östlich von Luoyang liegt. “Baima” bedeutet weißes Pferd. Man sagt, dass die buddhistischen Sutras von einem weißen Pferd herangetragen wurden, weswegen der Tempel “Baima-Tempel” genannt wurde. Die meisten buddhistischen Texte sind in der östlichen Han-Dynastie in diesem Tempel übersetzt worden.

Der schnelle Aufschwung des Buddhismus in der Sui und Tang Dynastie führte zur Gründung verschiedener buddhistischer Vereinigungen. Die folgenden Vereinigungen sind sehr bekannt geworden:

Zhi Yi's Tiantai- Vereinigungen;

Ji Zang's Sanlun- Vereinigungen;

die Faxiang- Vereinigungen von Xuan Zang und Kui Ji;

die von Dao Xuan, Fa Li und Huai Su gegründete Lü- Vereinigungen; die in drei Kategorien Nanshan, Xiangbu und Dongta geteilt wurde;

die von Tan Luan in der Nördlichen Wei-Dynastie gegründete Jingtu- Vereinigungen, die von Dao Chuo in der Sui Dynastie übernommen und von Shan Dao in die Tang Dynastie integriert wurde;

die von Shen Xiu und Hui Neng, die die Schüler von Hong Ren waren, gegründete Zen-Buddhismus. Diese Vereinigung wurde wieder in Nord und Süd in zwei Kategorien unterteilt. In der Mitte der Tang Dynastie sind die fünf Zen-Richtungen aufgetaucht. Sie sind Weiyang, Linji, Caodong, Yunmen und Fayan.

die von Fa Zang gegründete Huayan- Vereinigung;

die von den indischen Mönchen Shan Wuwei, Jin Gangzhi, Bukong und Huiguo gegründete Mi- Vereinigung.(Tibetischer Buddhismus)

Nachdem diese Vereinigungen gegründet worden waren, wurden sie bald ins Ausland verbreitet, während die Verkehrsmöglichkeiten von China ins Ausland in der Sui und Tang Dynastie sehr viel verbessert wurden. Diese Vereinigungen haben einen großen Einfluss auf die interkulturelle Kommunikation gehabt.

Im folgenden Text werden die bis jetzt bekannten Vereinigungen Reine-Land- Buddhismus und Zen- Buddhismus vorgestellt.

Die chinesische Schule des Reinen Landes

Sukhavati, “die Freudige”, ist der Name des Reinen Landes des Buddha Amitabha, der im Amitabha-Buddhismus verehrt wird und große Bedeutung im Vajrayana hat. Anhänger dieser Traditionen hoffen, in seinem “Reinen Land” wiedergeboren zu werden, indem man ein ehrliches und den eigenen Pflichten treues Leben führt. Viele ehrwürdige Väter in der Entwicklungsgeschichte dieser Schule machten diese indische Schule in China sehr erfolgreich. Anders als in anderen Schulen des Buddhismus vererbten die ehrwürdigen Väter in der Schule des Reinen Landes ihre Position nicht der nachfolgenden Generation, sondern die Nachfolger wurden von den ehrwürdigen Vätern ausgewählt. Die ehrwürdigen Väter sind die Vorbilder für alle lebenden Kreaturen.

1. Der ehrwürdige Vater Hui Yuan (AD 334 – 416)

2. Der ehrwürdige Vater Shan Dao (AD 613 – 681)

3. Der ehrwürdige Vater Cheng Yuan (AD 712 – 802)

4. Der ehrwürdige Vater Fa Zhao (AD 747 – 821)

5. Der ehrwürdige Vater Shao Kang (AD ? – 805)

6. Der ehrwürdige Vater Yong Ming (AD 904 – 975)

7. Der ehrwürdige Vater Sheng Chang (AD 959 – 1020)

8. Der ehrwürdige Vater Lian Chi (AD 1523 – 1615)

9. Der ehrwürdige Vater Ou Yi (AD 1599 – 1655)

10. Der ehrwürdige Vater Jie Liu (AD 1628 – 1682)

11. Der ehrwürdige Vater Sheng An (AD 1686 – 1734)

12. Der ehrwürdige Vater Che Wu (AD 1741 – 1810)

13. Der ehrwürdige Vater Yin Guang (AD 1861 – 1941)

Der chinesische Chan-Buddhismus

Im folgenden Text werden die Entwicklung und Entfaltung sowie der Einfluss des Zen- Buddhismus dargestellt. Der Kaiser Liang Wu in den Nördlichen und Südlichen Dynastien hat sehr an den Buddhismus geglaubt. Diese unmittelbare Überlieferung setzten der Legende nach über 27 indische Meister bis zu Bodhidharma fort, der die Lehre nach China gebracht haben soll und so zum ersten Patriarchen des Zen-Buddhismus wurde. Deshalb wurde der Zen-Buddhismus auch Damo Vereinigung genannt. Sein Schüler Huike wurde der Meister. Huike hat seinem Schüler Sengcan die Position weitergegeben. Daoxin war der vierte Meister und Hongren war der fünfte Meister.

Huineng war der Schüler von Hongren und er ist der sechste Meister der Zen-Buddhismus geworden. Nach dem Meister Huineng wurde die Position nicht mehr weitergegeben, weswegen es keinen siebten Meister gab. Der Zen-Buddhismus wird auch die Vereinigung für “Buddha im Herzen” genannt.

Der 6. Patriarch Huineng hat sehr viele gute Schüler gehabt. Nach dem 6. Patriarchen teilt sich die Linie in verschiedene Schulen auf. In dem Zen-Buddhismus werden nicht der Mantel und die Almosenschüssel vererbt, sondern der Herz-Stempel, weswegen der Herz-Stempel seitdem bis heute immer weitergegeben wurde. Die ehrwürdigen Väter der verschiedenen Generationen haben immer die buddhistische Doktrin des sechsten Vorfahrens behalten.

Huineng gilt als eine der wichtigsten Figuren im Chan(Zen)-Buddhismus. Er wurde auch als Tathagata des Ostens bezeichnet. Der echte Körper des sechsten Dharma-Vorfahrens hat von der Tang-Dynastie bis heute schon mehr als 1300 Jahre überdauert. Dieser Körper bleibt heute noch im Nanhua-Tempel in Guangzhou.

Huineng betont die Buddha-Natur und die Selbststudie. Nach Huineng wurde der Chan-Buddhismus sehr viel weiter entwickelt. Der Chan-Buddhismus erreichte am Ende der Tang-Dynastie seinen Höhepunkt und er hat die Entwicklung des chinesischen Buddhismus zu seinem Höhepunkt gebracht. Der Chan-Buddhismus hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der traditionellen chinesischen Kultur. Ab dem 12. Jahrhundert kam der Chan-Buddhismus auch nach Japan, Korea und Europa.

Die ehrwürdigen Väter Xuanzang und Jianzhen

In der Tang-Dynastie, in der der Buddhismus seinen Höhepunkt erreichte, gab es zwei ehrwürdige Väter, nämlich den Meister Xuanzang und den Meister Jianzhen. Sie haben einen großen Beitrag zur buddhistischen Kultur in China sowie der interkulturellen Kommunikation geleistet. Im folgenden Text werden die beiden ehrwürdigen Väter vorgestellt.

Xuanzang (AD 600 – 664) stammte aus Henan und sein ursprünglicher Familienname war Chen. Mit 13 wurde er Mönch, aber schon nach einigen Jahren reiste er quer durchs Land. 629 verließ er trotz eines kaiserlichen Verbotes von Auslandsreisen China, um nach dem Vorbild eines früheren Pilgermönchs namens Faxian den Buddhismus in dessen Ursprungsland Indien zu studieren. Seine Reise nach dem Westen war viel erfolgreicher, als er erwartet hatte. Mit zwanzig Pferden, 657 buddhistischen Texten und 150 Reliquien machte er sich auf den Rückweg nach China. 645 kam er wieder in Chang'an an. Der Tang-Kaiser Tang Taizong unterstützte ihn finanziell, so dass Xuanzang 74 heilige Sutras aus dem Sanskrit ins Chinesische übersetzen konnte. Dies trug maßgeblich zur Ausbreitung des Buddhismus in China bei. Er hat auch das zwölfbändige Buch „Da Tang Xi Yu Ji“ geschrieben. Das Buch ist ein wichtiges Werk in der Erforschung der Geschichte des alten Indiens und Zentralasiens.

Xuanzang und sein Schüler Kuiji haben zusammen die Faxiang Vereinigung gegründet.

Jianzhen, der Chunyu hieß, stammte aus Yangzhou. Über sein Geburtsjahr gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche sagen, dass er im Jahr 687 geboren wurde, während andere behaupten, dass er im Jahr 688 geboren wurde. Er ist im Jahr 763 gestorben. In jenem Jahr suchten ihn die japanischen Priester Eiei und Fushō auf, die ihn nach Japan einluden. Sie waren vom japanischen Shōmu-tennō geschickt worden, um in China nach Priestern zu suchen, die die Ordinationspraxis des Buddhismus und damit die Legitimität und Zentralisierung des Sangha durch autorisierte Lehrer nach Japan bringen sollten. Dies hatte mit den Bemühungen des Kaiserhauses in der Nara-Zeit zu tun, Ordnung in die Organisation des Buddhismus zu bringen. Der Buddhismus gewann in jener Zeit im Volk und den einflussreichen Sippen immer mehr Einfluss. Nach dem Verlust seines Augenlichts und einigen Schiffuntergängen und anderen Rückschlägen gelang ihm mit seinem sechsten Versuch im Jahr 753 die Überfahrt.

Der ehrwürdige Vater Jianzhen hat zum japanischen Buddhismus einen großen Beitrag geleistet und er wird in Japan sehr respektiert. Er brachte unter anderem Schriften des Vinaya und des Kanons der Tiantai Zong-Schule mit, die später auch von Saichō, dem Gründer des japanischen Tendai studiert wurden. Darüber hinaus hat der Meister Jianzhen auch die Architektur-und die Skulpturkunst, die chinesische Sprache und Literatur, die chinesische Kalligraphie und die chinesische Medizin nach Japan mitgebracht. Er und seine Schüler haben einen großen Einfluss auf die japanische Kultur gehabt. Es gibt bis heute immer noch Jianzhens Statuen in Japan. Seine Lebensgeschichte wurde von Omi no Mifune, einem Hofgelehrten, aufgeschrieben.

Der Pali-Buddhismus (Theravada-Buddhismus) wurde in den Dai und Bulang Regionen der chinesischen Provinz Yunnan verbreitet. In dieser Gegend ist der buddhistische Glauben der Menschen fast gleich mit südasiatischen buddhistischen Länder wie z. B. Thailand, Burma usw. Ungefähr in der Mitte des 7. Jahrhunderts wurde der Buddhismus von Burma nach dem Dai-Bereich in Yunnan verbreitet. Dort wird diese alte Form des Buddhismus seit Jahrhunderten gelehrt. Die Jungen im Dai-Bereich müssen Mönch werden, wenn sie in das Einschulungsalter kommen. Dann werden sie bis sie Erwachsene sind im Tempel unterrichtet.

Der Buddhismus in Tibet wird auch tibetische Buddhismus oder Lama-Buddhismus genannt. Unter dem zentraltibetischen König Songtsen Gampo (Regierungszeit 617-649) begann der Buddhismus in Tibet erstmals wirklich Fuß zu fassen, auch wenn es zu dieser Zeit nur wenige Buddhisten gab und ihre Tempel schlichten Kapellen ähnelten. Songtsen Gampo nahm sowohl eine nepalesische Prinzessin Bhrikuti, als auch die chinesische Prinzessin Wen Cheng zur Frau. Beide waren überzeugte Buddhisten und brachten dem König die Lehre Buddhas nahe. Der König selbst gründete auf Drängen seiner Frauen zwei Heiligtümer in Lhasa, darunter den Jokhang-Tempel. Mitte des 8. Jahrhunderts wurde der Buddhismus von Indien direkt nach Tibet verbreitet. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts wurde der tibetische Buddhismus offiziell gegründet. Im 13. Jahrhundert hat der Buddhismus angefangen sich in der Mongolei zu verbreiten. In den darauffolgenden 300 Jahren entwickelte sich der tibetische Buddhismus in verschiedene Schulen. Die Lama der oberen Stufe haben allmählich auch eine politische Führungsrolle eingenommen, wodurch sie den Buddhismus in Tibet entwickelt haben. Der tibetische Buddhismus entwickelte schließlich zu einer besonderen Art des Buddhismus, der nicht nur religiös sondern auch politisch ist.

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